TSV Niederviehbach steigt in Landesliga auf
Am Sonntag fand in Niederviehbach die Relegation um den Aufstieg in die Landesliga statt. Die 1. Damenmannschaft des TSV hatte sich durch die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga das Recht zur Teilnahme an diesem Aufstiegsturnier erkämpft. Die TSV-lerinnen belohnten sich am Sonntag mit einer hervorragenden Leistung für eine tolle Saison. In einer bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz ausgefüllten Viehbachhalle holten sie sich zwei Siege und damit den Aufstieg in die Landesliga.
Um 12.00 Uhr trafen zunächst die beiden Bezirksligisten aufeinander. Den Niederviehbacherinnen stand also der SV Schwindegg (Bezirksliga Oberbayern Ost) am Netz gegenüber. Der Gegner verfügte über einige großgewachsene Spielerinnen, die ein mulmiges Gefühl bei Trainer Daniel Kosnar weckten. Doch er hatte sein Team hervorragend eingestellt. Die Niederviehbacherinnen legten los wie die Feuerwehr. Mit druckvollen Aufschlägen sorgten sie für große Probleme in der gegnerischen Annahme und so kam Schwindegg nur selten zum Angriff. Bei den TSV-Damen passten dagegen alle Spielelemente. Wie aus einem Guss spielten sie auf und ließen dem Gegner mit 25:12 keine Chance.
Der SV Schwindegg erholte sich allerdings schnell von dieser Überraschung und hatte im zweiten Durchgang durch etliche gute Aufschläge mit 6:3 den besseren Start. Doch die TSV-lerinnen steckten nicht auf. Sie holten sich immer wieder das Aufschlagsrecht und schafften meist noch ein Break. So hatten sie bei 9:9 den Gegner gestellt. Nun ging es Schlag auf Schlag bis zum 16:16. Dann legten die Gastgeberinnen wiederum bedingt durch gute Aufschläge einen Zwischenspurt zum 21:16 ein. Ein paar tolle Abwehrszenen und effektive Angriffe brachten den Niederviehbacherinnen den 25:21 Satzgewinn.
Ein erstes, kurzes Durchatmen war bei Team, Trainer und Fans zu merken. Das 2:0 war nun bereits eine gute Ausgangsposition. Doch Schwindegg ließ den Niederviehbacherinnen keine Zeit zum Erholen. Der Gegner war nicht gewillt, hier punktlos vom Feld zu gehen. Wieder hatte der SV den besseren Start, setzte seine großen Mittelangreiferinnen gut in Szene und lag mit 10:6 vorne. Doch die TSV-Damen bewiesen Moral und zeigten vor allem Kampfgeist. Angespornt von einer tollen Zuschauerkulisse nahmen sie wieder Fahrt auf. Beide Mannschaften boten zur Freude des Publikums hervorragenden Volleyball. Ab dem 18:18 knisterte es richtig in der Halle. Während die Fans aus Schwindegg die Wende erhofften, puschten die Niederviehbacher ihr Team zum Sieg. Punkt für Punkt näherte man sich dem Satzende. Bei 24:23 hatten die TSV-lerinnen den ersten Matchball, doch Schwindegg wehrte ab und schlug seinerseits bei 25:24 zum Satzball auf. Niederviehbach hielt dagegen und war bei 26:25 wieder im Vorteil. Noch einmal konnten die Gäste das Aufschlagsrecht holen. Dies war das letzte Aufbäumen, denn mit einem hervorragendem Angriff und einer tollen Defensivleistung holten sich die Niederviehbacherinnen zwei Punkte am Stück, den Satz mit 28:26 und einen wichtigen 3:0-Sieg. Schon jetzt war der Jubel in der Halle riesig. Das Team hatte einen wichtigen und großen Schritt in Richtung Aufstieg getan.
Im zweiten Spiel bezwang der FC Fürstenzell aus der Landesliga den SV Schwindegg mit 3:1, so dass die dritte Begegnung zu einem richtigen Endspiel wurde. Sollte Fürstenzell gewinnen, durfte er in der Landesliga bleiben, ist Niederviehbach der Sieger, wäre eine kleine Vereinssensation geschafft. Der Gast zeigte sich routiniert und ließ sich von der Stimmung in der Halle nicht beeindrucken. Die Niederviehbacherinnen starteten dagegen übernervös. Mit 5:10 lag die Heimmannschaft bereits hinten, als druckvolle Aufschläge für einen Umschwung sorgten. Nun führten die TSV-lerinnen mit 14:10 und diesen Vorsprung verteidigten sie vehement. Sie zeigten alles, was sie in dieser Saison dazugelernt hatten. Und das war einiges. Sie warfen alles in die Waagschale: Ein schnelles Angriffsspiel, eine gute Feldverteidigung und einen ungebrochenen Teamgeist. Mit 25:20 holten sie sich den Lohn dafür. Die Probleme beim Start machten den TSV-lerinnen auch im zweiten Durchgang zu schaffen. Wieder führte der Gegner mit 7:1 und wieder kämpften sich die Gastgeberinnen heran. Bei 15:15 war der Ausgleich geschafft, doch diesmal spielte Fürstenzell seine Routine aus. Der Gegner entschärfte die Angriffsbälle der TSV-lerinnen ein ums andere Mal und war wie eine Gummiwand. So konnte der FC wieder in Führung gehen und hatte bei 24:18 Satzball. Die Niederviehbacherinnen steckten nicht auf, wehrten einen Ball nach dem anderen ab und erst bei 25:23 konnte Fürstenzell den Sack zuschnüren.
Anders als die Sätze vorher, war die Heimmannschaft nun von Beginn an hellwach. Die beiden Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Allerdings hielt Fürstenzell nur bis zum 15:15 mit, dann setzten sich die TSV-Damen ab. Sie waren einfach einen Tick besser und holten sich den Satz mit 25:20. Nach einem 0:4-Start im vierten Durchgang wollten es die Gastgeberinnen wissen. Sie konterten zum 6:4 und waren im Anschluss nicht mehr zu halten. Erneut fiel bei 25:20 der Schlusspfiff und frenetischer Jubel brach in der Halle aus. Die Volleyballdamen samt Trainer wurden begeistert gefeiert und erhielten „Standing Ovations“. Das Team bedankte sich überschwänglich bei seinen treuen Fans und dem tollen Publikum.
Damit haben Steffi -Engelchen- Bauer, Sandra -Sahnehäubchen- Bleicher, Christina -the cop- Geigenberger, Jasmin -das Wiesel- Grusie, Elli -listiger Hulk- Kiehn, Alicia -Fashion Girl- Kosnar, Kathi - the Rabbit- Kraus, Christina -Freiheitskämpferin- Lehner, Kathi -Magic Fingers- Preindl, Antonia -die Zerstörerin- Schmucker, Helena -die Säge- Tafelmayer, Karen -die Rolle- Thomas und Trainer Daniel -Dangerous Dan- Kosnar Volleyballgeschichte geschrieben. Es ist schon etliche Jahrzehnte her, dass eine weibliche Formation des TSV in der Landesliga vertreten war. Zu groß ist die umliegende Konkurrenz. Doch nun hat sich wieder eine Mannschaft zusammengefunden, die super gearbeitet und mit großem Teamgeist diesen tollen Lohn für sich eingefahren hat. Unter Trainer Daniel Kosnar konnte sich jede Spielerin verbessern und dies auch auf dem Spielfeld zeigen. Nun werden die Volleyballerinnen zunächst dieses hervorragende Gefühl und die spielfreie Zeit genießen, ehe sie sich mit frischem Schwung auf das bevorstehende Abenteuer in der Landesliga vorbereiten.

