Wiedersehen nach 36 Jahren

TSV-Volleyballer treffen ehemaligen Zuspieler aus Japan

Die bunte Truppe genoss nach den vielen Jahren das Wiedersehen in Niederviehbach

Sport verbindet und es werden Freundschaften geschlossen, die über Jahre hinweg Bestand haben. Dies durften vor kurzem viele ehemalige Volleyballer des TSV Niederviehbach erleben. Sie trafen nach 36 Jahren ihren Zuspieler Kazuo Mazuda aus Japan wieder.

Kazuo studierte Ende der siebziger Jahre in München Forstwirtschaft. Durch Harry Meißner, Spieler der 1. Herrenmannschaft bei den TSV Volleyballern, kam er nach Niederviehbach. Seinerzeit war dies eine kleine Sensation. Ein Japanischer Zuspieler in Niederbayern, in Niederviehbach, das sah man nicht alle Tage. Ab 1978 brachte der quirlige kleine Mann viel Schwung aufs Spielfeld und mit seinen „Goldfingern“ spielte er Pässe, die die Herzen seiner Angreifer höher schlagen ließ. Doch auch außerhalb der Halle genoss man das Zusammensein. Viele gemeinsame Aktivitäten wurden gemacht und der Zusammenhalt in der Abteilung war groß.

Mit Bedauern nahm die Truppe 1980 Abschied von Kazuo Mazuda, der zurück nach Japan ging. Der anfänglich noch beibehaltene Kontakt, kam im Laufe der Jahre dann wie so oft zum Erliegen. Umso überraschter war TSV-Vorsitzende Ursula Tafelmayer, als sie vor kurzem eine Mail aus Japan in ihrem Postfach fand. Kazuo hatte über das Internet die Homepage des TSV ausfindig gemacht. Er freute sich, dass es „seinen Verein“ und „seine Volleyballer“ noch gibt. Nach all den vielen Jahren wollte er Deutschland wieder besuchen und seiner Frau Eiko zeigen. Drei Stationen standen auf seiner Reise: München, ein Abstecher nach Wien und - Niederviehbach! Tief hatte sich damals sein Aufenthalt bei den TSV-Volleyballern bei ihm eingeprägt. Auch Kazuo war in all den Jahren immer wieder Gesprächsthema in Niederviehbach.

Die Freude bei den ehemaligen Volleyballern war daher sehr groß, als sie von Kazuo hörten und so luden die Tafelmayers die Mazudas zu einem verlängerten Wochenende nach Niederviehbach ein. Am Samstagnachmittag fand sich dann jeder, der es möglich machen konnte, in der Viehbachhalle ein und es waren fast alle von der „alten“ Mannschaft da. Angefangen von Fritz Wittmann aus Essenbach, seinerzeit Trainer in Niederviehbach, Hermann von Kuepach, Gründer der Volleyballabteilung im Jahr 1973 beim TSV, bis zu den Volleyballlegenden Walter Prechtl und Andi Tafelmayer. Einige „Gründermütter“ der Damenmannschaft waren ebenfalls dabei und die Gruppe genoss einen unterhaltsamen Tag. Sogar Kazuos Traum von einem Spielchen mit seinen Freunden von damals erfüllte sich. Was die in die Jahre gekommenen Herren dann aufs Volleyballparkett zauberten, konnte sich auf alle Fälle sehen lassen und die Zuschauer erlebten spannende Ballwechsel.

Für alle Beteiligten war es ein unglaubliches Erlebnis, das bestimmt in die Chronik der Volleyballgeschichte eingeht. Am Samstag waren dabei: Tina Meißner, Silvia Rädlein, Andi Tafelmayer, Walter Prechtl, Harry Meißner (Foto hinten), Eiko Mazuda, Frederike Ehm, Irmgard Auer, Brigitte Gahr, Hermann von Kuepach, Hans Ehm, Christian Huber, Reiner Bohms (Foto mittlere Reihe von links), Fritz Wittmann, Kazuo Mazuda, Ursula Tafelmayer und Daniela Huber (Foto vorne von links).