Volleyballschlager wurde zum wahren Krimi
Am Samstagabend stand in der Sporthalle Höll-Ost die Begegnung in der Dritten Bundesliga zwischen dem TSV Niederviehbach und dem ASV Dachau auf dem Programm. Wer die Volleyballszene schon länger beobachtet, weiß, dass hier schon immer heiße Duelle stattfanden. Auch diesmal erfüllte das Spiel die Erwartungen.
Mit „David gegen Goliath“ hätte man das Treffen der beiden Mannschaften am Samstag bezeichnen können. Auf der einen Seite der gastgebende TSV Niederviehbach, auf der anderen Seite der ASV Dachau mit Spielern, die fast alle mehrjährige Zweitliga-Erfahrung hatten. Hier ein Niederviehbacher Eigengewächs als Trainer, dort ein Coach aus Spanien. Doch TSV-Trainer Daniel Kosnar hatte sein Team gut eingestellt und dieses war heiß auf die Partie. Wie ein D-Zug legten die Niederviehbacher los. Sie zeigten Volleyball vom Feinsten. Fast fehlerfrei agierten sie über eine lange Strecke des ersten Satzes. Der gegnerische Angriff blieb ein ums andere Mal im Block des TSV hängen. Zwar konnte Dachau am Ende noch ein paar Punkte gut machen, doch dies war nur eine Ergebniskosmetik. Mit 25:18 holte sich Niederviehbach den ersten Durchgang.
Mit einem Angriff, der im Aus landete, eröffneten die TSV-ler den zweiten Abschnitt und plötzlich war der rote Faden weg. Zwar erhöhte Dachau den Druck, vor allem im Aufschlag, dennoch hätten die Gastgeber nicht so einbrechen dürfen. Sie produzierten unerklärlich viele Fehler. Dachau konnte davonziehen und Niederviehbach tat sich schwer, den Ausreißer wieder einzufangen. Mit 18:25 ging nun dieser Satz an die Gäste. Der dritte Durchgang war hart umkämpft. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Letztendlich spielte der ASV seine Routine aus und holte sich diesen Satz knapp mit 25:23.
Die Niederviehbacher gaben nicht auf. Und nun machten sich auch die zahlreichen Zuschauer und Fans bemerkbar. Sie peitschten ihr Team vorwärts und mit dieser Rückendeckung fanden die TSV-ler wieder ins Spiel zurück. Bei 22:22 war die Spannung am Höhepunkt. Sollte Dachau den Satz für sich entscheiden, würden die Niederviehbacher mit leeren Händen dastehen. Gelang der Satzausgleich, wäre zumindest ein Punkt sicher. Mit dem Publikum im Rücken holte sich der TSV das erlösende 25:23.
Nun war Niederviehbach wieder im Spiel. Der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen und hier glich das Team wieder demjenigen, das im ersten Durchgang auf dem Feld stand. Wie losgelöst spielte der TSV sein Angriffs- und Abwehrspiel durch. Bei 8:4 wurden letztmals die Seiten gewechselt und bei 11:5 war man sich seiner Sache fast sicher. Doch es blieb spannend. Zum einen legte Dachau noch mal nach und zum anderen zeigten die Niederviehbacher Nerven. Der Gast kam nochmals heran, doch bei 15:13 fiel unter dem Jubel der Fans der Schlusspfiff zum 3:2 Sieg der TSV-ler.
Mit acht Punkten aus drei Spielen (für den Tie-Break-Sieg gibt es nur zwei Punkte) liegt der TSV Niederviehbach derzeit hinter Unterhaching auf dem zweiten Platz in der Dritten Liga. Für den TSV waren am Start: Andreas Tafelmayer jun., Hannes Blattenberger, Sebastian Willert, Alexander Rosenstock, Alexander Prechtl, Philipp Recean, Mario Schmucker, Moritz Engelmann, Moritz Zeitler, Maxi Urban und Johannes Ullmann. Kommenden Samstag sind die Niederviehbacher beim ASV Neumarkt zu Gast.

