Vier fröhliche Tage beim Kirchweih-Volksfest

Abwechslungsreiches Programm und Musik für jedermann

Das Kettenkarussell für jung und alt

Großartige Stimmung beim Kinder- und Seniorennachmittag

Mitte August bricht in Niederviehbach wieder die „fünfte Jahreszeit“ an. Was für die Straubinger das Gäubodenvolksfest ist, das ist für die „Viahbecka“ ihr Kirchweih-Volksfest. Nur eben „a bißerl“ kleiner, kommoder und vor allem zu moderaten Preisen. Denn genau das macht den besonderen Charme des Niederviehbacher Volksfestes aus: Hier findet man noch echte bayerische Gemütlichkeit. Fast jeder kennt jeden und die „hauseigene“ Blaskapelle spielt auf.  Vor dem Festzelt auf der „Wiesn“ ist ebenfalls einiges geboten. Mit Kettenkarussell, Kinderkarussell, Schießbude und weiteren Ständen kommt bei den kleinen und großen Besuchern keine Langeweile auf.

Auch kulinarisch bleiben kaum Wünsche offen. Die Familie Hofer serviert bayerische Schmankerl, bei Sofie Zink gibt es Käse und frisch gebackene Brezen, bei Metin resch gegrillte Gickerl und die Steckerlfische der Fischbraterei Wild sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Volksfestes. Wer es etwas exotischer mag, kann bei der Familie Helbig thailändische Spezialitäten probieren. Für die süßen Genüsse sorgen in bewährter Weise die Kuchenfeen Dany, Sabrina und Natalja. Am Süßwarenstand der Familie Schubert warten die bekannten Leckereien auf ihre Abnehmer.

Und dass die Maß in Niederviehbach auch wirklich eine Maß ist, dafür sorgen Lorenz und Gig. Nachschenken ist hier nicht erforderlich. Die TSV-Bedienungen mit Chefin Heidi bringen das gute Festbier der Brauerei Wittmann unter die Leute, während der Sportverein an der Bar selbst zum Barkeeper wird. Im festlich dekoriertem Zelt kann man es sich somit gemütlich machen, wobei natürlich ein lauschiger Biergarten nicht fehlen darf.

Für die Bürgerinnen und Bürger aus Niederviehbach und Umgebung gilt deshalb das Sprichwort: „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Und das wird auch gelebt. Nicht wenige legen ihren Urlaub bewusst vor oder nach das Volksfest, damit sie dieses Highlight in der Gemeinde auf keinen Fall verpassen.

Donnerstag – Auftakt mit Festzug und Fassanstich

Los geht es diesmal wieder am Donnerstag mit Treffpunkt am Klosterbauhof. Dort spielt die Viehbachtaler Blaskapelle auf, während die Bedienungen mit dem Heuwagerl ein paar Kasten Bier unter die Leute bringen, damit die Wartezeit nicht zu lange wird. Dann setzt sich der lange Zug Richtung Festzelt in Bewegung. Angeführt wird er von der Blaskapelle, den Bedienungen und den Verantwortlichen des Turn- und Sportvereins. Ihnen folgen die politische Prominenz, die Abordnungen der Gemeindevereine und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger.

Eine Premiere gibt es heuer für Simon Hackl: Als neuer Bürgermeister und Schirmherr darf er erstmals das erste Fass anzapfen. Das Festbier der Brauerei Wittmann wurde zuvor bei einer unterhaltsamen Bierprobe ausgiebig getestet – beste Voraussetzungen also für einen gelungenen Auftakt. Zu den Klängen der Viehbachtaler Blasmusik, die traditionell das Fest eröffnet, trifft man sich zum „Tag der Vereine“ im Festzelt. Bei einer kühlen Maß bleibt genügend Zeit für einen gemütlichen Ratsch und den gemeinsamen Start in vier gesellige Volksfesttage.

Freitag – Senioren, Kinder und „Herb’n Beets“

Am Freitagnachmittag gehört das Bierzelt der jungen und der älteren Generation. Die Gemeinde lädt ihre Seniorinnen und Senioren zum traditionellen Nachmittag ein. Für Unterhaltung sorgt in bewährter Weise Alfons Jänsch mit Keyboard, Gesang und jeder Menge Witz. Auch für die Kinder ist einiges geboten. An den Fahrgeschäften gelten ermäßigte Preise, außerdem hat die Gemeinde ein Kasperltheater im Festzelt organisiert. Ponyreiten, Kinderschminken und eine Hüpfburg sorgen für zusätzlichen Spaß. Pommes und Eis dürfen dabei natürlich genauso wenig fehlen wie eine Freifahrt an einem Fahrgeschäft.

Während sich die Stockschützen bei einem Turnier und die „Alten Herren“ auf dem Fußballplatz mit Weng messen, erhofft sich der TSV mit der mittlerweile schon bayerischen Kultband „Herb’n Beets“ am Abend ein „volles Haus“.  Mit dieser Band ist beste Unterhaltung garantiert. Die Besucher dürfen sich auf jede Menge Musik, Spaß und Stimmung freuen. Jung und Alt aus Nah und Fern sind eingeladen, gemeinsam zu feiern und den Alltag für ein paar Stunden zu vergessen. Gleichzeitig steht der Freitag unter dem Motto „Tag der Betriebe“.

Samstag – Maria Himmelfahrt, Sport und Party

Der Feiertag Maria Himmelfahrt fällt dieses Jahr auf den Samstag. Hier heißt es „früh aufstehen“, denn bereits ab 8.00 Uhr seht der Flohmarkt des Verschönerungs- und Kulturerhaltungsverein auf dem Programm. Auch die Stockschützen sind Frühaufsteher und laden schon morgens zum Turnier ein. Während sich die Vereinsabordnungen, die Bürgerinnen und Bürger zum Hochfest Maria Himmelfahrt in der Pfarrkirche treffen, zieht es den einen oder anderen wohl direkt zum Frühschoppen ins Festzelt – insbesondere dann, wenn der Flohmarkt ausgiebig erkundet wurde und eine Weißwurst mit einem guten Wittmann-Weißbier zur Stärkung gerade recht kommt. Zum Mittagstisch werden weitere Besucher erwartet. Bei Musik von „Klaus und Robert“ lassen sich die Gäste die kulinarischen Schmankerl sicherlich besonders gut schmecken.

Am Nachmittag geht es sportlich weiter. Die Stockschützen setzen ihr Turnier fort, während die Beachvolleyball-Freunde zu einem offenen Turnier eingeladen sind. Die Anmeldung erfolgt direkt vor Ort auf dem Beachplatz in der Schulstraße. Auf dem Sportplatz steht beim Derby gegen die SpVgg Loiching ebenfalls Spannung auf dem Programm. Wer es gemütlicher mag, trifft sich im Festzelt mit Gleichgesinnten zum Schafkopf.

Am Abend wartet dann der nächste Kracher: „i-Düpferl“. Der Bandname ist Programm – sie sind das i-Düpferl für Stimmung und Party. Die „Jungs“ spielen ihre Musik nicht nur, sie leben sie. Mit ihrem stets aktuellen Programm und ihrer spritzigen Bühnenperformance versetzen sie das Publikum schnell in Feierlaune. Während in den vorderen Reihen vermutlich schon bald kräftig gefeiert und getanzt wird, findet sich in den hinteren Reihen sicher noch ein gemütliches Plätzchen für all jene, die sich lieber im Sitzen amüsieren und sich unterhalten wollen.

Sonntag – Wandertag, Gottesdienst und großer Abschluss

Und ehe man es sich versieht, steht bereits der letzte Volksfesttag vor der Tür. Auch am Sonntag geht es früh los: Der TSV lädt zum 16. Wandertag ein. Organisator Alois Misslinger hat wieder eine schöne Strecke für die zahlreichen Spaziergänger, Walker und Läufer ausgesucht. Um 10 Uhr wird im Festzelt ein feierlicher Gottesdienst gefeiert. Dank des barrierefreien Zugangs und der stimmungsvollen musikalischen Umrahmung erfreut sich dieser Gottesdienst von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit. Anschließend treffen sich die Teilnehmer des Wandertages und weitere Volksfestbesucher gerne zum Frühschoppen oder Mittagstisch im Festzelt. Für musikalische Unterhaltung sorgt der „Gauditrupp“. 

Eine Premiere gibt es heuer mit dem Treffen der „Vespa-, Zündapp- und Motorrad-Oldies“. Dabei dürfte das eine oder andere kuriose und liebevoll gepflegte Gefährt zu bestaunen sein. Kurz nach Mittag laden die Seeschützen zum beliebten „Gaudi-Biathlon“ ein. Und wer nach den kulinarischen Genüssen der vergangenen Tage die eine oder andere Kalorie wieder loswerden möchte, kann dies am Nachmittag bei der Tennis-Schnupperstunde für jedermann tun. Mit der Viehbachtaler Blaskapelle findet das Volksfest schließlich traditionell seinen musikalischen Ausklang. Und wer noch etwas gut zu machen hat, kann dies beim „Tag der guten Nachbarschaft“ erledigen.

Vier Tage lang soll das Kirchweih-Volksfest wieder das bieten, was es seit Jahrzehnten auszeichnet: gute Musik, abwechslungsreiche Unterhaltung, sportliche Aktivitäten, kulinarische Schmankerl und vor allem viele Begegnungen. Die Vorstandschaft und der gesamte Turnrat des TSV Niederviehbach als Organisationskomitee hoffen auf vier schöne, friedliche und gesellige Tage, an denen sich die Gäste wohlfühlen, gemeinsam feiern und ein paar unbeschwerte Stunden genießen können. Denn in der Gemeinde Niederviehbah gilt auch heuer wieder: Wenn Kirchweih ist, dann ist ganz Viabo auf den Beinen!

Text und Fotos Ursula Tafelmayer