Befreiungsschlag für TSV-Herren 2

Letztes Wochenende standen zwei Herrenmannschaften der TSV-Volleyballabteilung auf dem Feld. Während der zweiten Mannschaft am Samstag ein Doppelsieg mit jeweils drei Punkten gelang, holte die erste Formation am Sonntag zwar einen Punkt, blieb aber hinter den Möglichkeiten zurück.

Die TSV-ler bedanken sich bei ihrem tollen Publikum, doch die Gesichter sprechen Bände

Am Samstag durfte die Herren 2 in heimischer Halle aufschlagen. Die TSV-ler erwarteten als Gäste den VC/DJK Passau und die SG Bayerwald Volleys II, eine Spielgemeinschaft aus dem TSV Waldkirchen und dem TV Hauzenberg. Somit kam es in der Landesliga zu einem reinen Niederbayernderby. Und hier wollte Trainer Tibi Recean den Ton angeben. Doch bis das Paket am Abend zugeschnürt war, hatte er wohl einige graue Haare mehr auf dem Kopf. Im ersten Spiel gegen Schlusslicht Passau lagen die TSV-ler zunächst gleichauf, als dann ihr Spiel einbrach, die Gäste sechs Punkte am Stück machen und sich den ersten Satz mit 25:17 holen konnten. Im zweiten Durchgang lief es dann aber von Beginn bis zum Ende wie am Schnürchen. Mit 25:13 stand ein deutliches Ergebnis auf der Anzeigetafel. Daran knüpften die TSV-ler an, holten sich Satz drei mit 25:19 und den vierten nochmals mit 25:13.
Im anschließenden Spiel stand dann die SG Bayerwald Volleys II am Netz gegenüber. Wieder war es der erst Satz, der den TSV-lern Schwierigkeiten bereitete. Dabei kamen die Gastgeber sogar auf 22:22 heran, konnten aber nicht entscheidend nachsetzten und vergaben den Satz noch mit 22:25. Die Begegnung blieb weiter hart umkämpft, doch die TSV-Truppe holte sich zunehmend Spielanteile. Sie bauten die Führung immer weiter aus und konnten über ein 22:14 den Satz mit 25:19 nach Hause holen. Die Bayerwald Volleys gaben aber nicht auf und leisteten vehement Gegenwehr. So hatten die Niederviehbacher im dritten und vierten Abschnitt enorm zu kämpfen, ehe sie auch diese mit 25:22 und 25:21 in trockene Tücher bringen konnten.
Riesig war dann der anschließende Jubel zusammen mit den „besten Fans, die es geben kann“, so Trainer Tibi Recean, „ohne diese Unterstützung hätten wir es nicht geschafft!“ Der TSV Niederviehbach II holte sich durch diese beiden Siege sechs Punkte, konnte den Abstand zu den beiden Abstiegsplätzen vergrößern, zudem Vaterstetten überholen und liegt derzeit auf Rang sechs in der Tabelle der Landesliga. Bereits kommenden Samstag steht das Team erneut auf dem Feld und wieder in heimischer Halle. Dann können die TSV-ler mit einem Sieg gegen Vaterstetten den Klassenerhalt wohl endgültig eintüten.
Diese Euphorie wollte tags darauf auch die erste Herrenmannschaft in der Dritten Liga erleben. Trainer Sebastian Dollinger forderte einen „Dreier“ und schickte sein Team entsprechend aufgestellt ins Rennen gegen den VC Dresden. Es lief auch zunächst alles nach Plan. Der Spielaufbau funktionierte und so holten sich die TSV-ler den ersten Satz mit 25:19. Doch Dresden reagierte und stellte sich besser auf das Spiel der Gastgeber ein. Die TSV-ler zeigten dagegen Ungenauigkeiten in vielen Elementen und agierten nicht mehr so effektiv. Dresden glich mit 25:17 die Sätze aus. Der TSV zeigte sich anschließend wieder konzentrierter und mit mehr Druck in den Spielzügen gelang erneut ein 25:18 und eine 2:1-Satzführung.
Doch aus den erhofften drei Punkten wurde nichts. Obwohl das Publikum das Team von Beginn an lautstark und frenetisch anfeuerte, konnten die TSV-ler das Niveau nicht konstant halten. Dresden konterte und glich mit 25:19 die Sätze aus. Bis zum 6:6 im Tie-Break hielten die Niederviehbacher die Partie offen. Doch dann schlug Dresden dreimal zu und erhöhte auf 9:6. Diesen Drei-Punkte-Vorsprung hielten die Gäste und am Ende bauten sie ihn sogar auf 15:10 aus. Groß war die Enttäuschung über diese erneute Niederlage. Da konnte auch der eine Punkt, den der Verlierer bei einem 5-Satz-Spiel bekommt, nicht trösten.
Der TSV Niederviehbach liegt derzeit mit 14 Punkten aus 15 Spielen auf Rang neun in der Dritten Liga, noch vor Zschopau mit 13 Punkten aus 16 Spielen und München mit 12 Punkten aus 14 Spielen. Noch ist alles möglich. Team und Trainer müssen sich nun auf die restlichen Aufgaben konzentrieren. Kommenden Samstag steht als nächstes das Niederbayernderby in Deggendorf auf dem Plan.