Sebastian Dollinger steht weiter an der Seitenlinie

Der Trainer bleibt, doch die Saison ist ungewiss, so kann die Situation momentan im TSV-Lager beschrieben werden. Die Volleyballer des TSV Niederviehbach können aufgrund der Lockerungen schon seit längerem in der Halle trainieren, doch der Spielbetrieb ist in Bayern noch nicht freigegeben. Während in Sachsen und Thüringen bereits Wettkämpfe stattfinden dürfen, hängt Bayern hier noch hinterher. Gemäß dem Rahmenhygienekonzept Sport darf für das Training in festen Trainingsgruppen mit Körperkontakt trainiert werden. Daran anknüpfend gehören auch dem Training dienende Spiele grundsätzlich zu den erlaubten Lockerungsmaßnahmen bei Mannschaftssportarten mit Kontakt. Dazu zählen auch Trainingsspiele gegen andere bayerische Mannschaften.

Das Trainergespann beim TSV: Cheftrainer Sebastian Dollinger (links) und Co-Trainer Daniel Kosnar

So steht derzeit hinter dem Saisonstart Mitte September noch ein großes Fragezeichen. Die TSV-ler würden am 13. September mit einem Heimspiel gegen den VC 2010 Eltmann in die neue Saison einsteigen. Mit 13 Mannschaften wartet ein strammer Spielplan auf die Teams. Bis Ende März sollen Hin- und Rückspiele absolviert werden, das bedeutet, dass die Mannschaften mit einer kurzen Weihnachtspause jedes Wochenende auf dem Spielfeld stehen.
Neben dem Spielfeld der TSV-ler steht auf alle Fälle kommende Saison wieder Sebastian Dollinger. Über die Verlängerung seines Engagement hat sich Vorsitzende Ursula Tafelmayer sehr gefreut. Der engagierte Trainer versteht es, seine Begeisterung fürs Volleyball an die Spieler weiterzugeben, ist stets positiv eingestellt und geht mit hohem Sachverstand an seine Aufgaben. Sebastian Dollinger ist eine Volleyball-Koryphäe. Als gebürtiger Münchner spielte er zunächst in Garching, dann Grafing und wechselte in den hohen Norden zum FT Adler Kiel, mit dem er den Aufstieg in die 2. Liga schaffte. Dann wechselte er den Untergrund: vom harten Hallenboden gings in den Sand. Hier sorgte Sebastian Dollinger für Furore und wurde zu einem der besten deutschen Beacher. Er war auf der nationalen Beach-Bühne genauso zu Hause wie auf der internationalen. 2015 rebellierte sein Körper gegen den intensiven Leistungssport und so musste Sebastian Dollinger seine Beach-Karriere beenden.
Der mittlerweile 36-jährige Ingenieur wohnt und arbeitet seit ein paar Jahren in Vilsbiburg. Letztes Jahr hat er dort ein Haus gebaut und ist mit seiner kleinen Familie bereits heimisch geworden.  Im Sommer 2019 stieg Sebastian Dollinger beim TSV als Trainer ein. Er möchte seine große Erfahrung, sein Können und Wissen weitergeben. Vielleicht sogar selbst wieder ein bisschen angreifen. Für den TSV Niederviehbach ein absoluter Glücksfall, denn der 2,04 Meter große Ausnahmeathlet kann dem jungen Team bestimmt sehr gut weiterhelfen.
Diese Saison wird Dollinger zudem von Daniel Kosnar als Co-Trainer unterstützt. Das Niederviehbacher Eigengewächs war schon als Jugendspieler beim TSV aktiv und zusammen mit seinen langjährigen Teamgefährten Sebastian Willert, Mario Schmucker, Andreas und Florian Tafelmayer bildete er das Grundgerüst der Niederviehbacher Erfolgstruppe, die unter anderem 2012 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Doch gerade am Höhepunkt angelangt, musste auch er verletzungsbedingt seine sportliche Laufbahn auf dem Feld beenden. So konzentrierte er sich auf seine Trainerkarriere und übernahm dabei auch vier Saisonen die erste Herrenmannschaft, bis er nach der Saison 2018/2019 seinen Rücktritt verkündete. Nun ist er als Assistent wieder mit dabei und kann sicherlich den Athleten nützliche Tipps geben und wird Sebastian Dollinger nach besten Kräften unterstützen, um eine gute Saison auf Parkett zu legen. Wann diese beginnt, entscheiden die Verantwortlichen voraussichtlich erst am 3. September, wenn in Bayern wieder neue Bedingungen beschlossen werden.